Mit Workspace Development künftig einen Schritt voraus

Wie sehen moderne Arbeitswelten aus, und sind innovative Konzepte wie „Open Space“ für jedes Unternehmen realisierbar? Natascha Ninic gibt einen Einblick in ihre Arbeit als Director Project Solutions bei BNP Paribas Real Estate und berichtet, warum Workspace Development an Relevanz gewinnt.

Die Zukunft ist jetzt

Alle diskutieren über Büros der Zukunft, aber die Zukunft ist bereits da. Die Arbeitsgewohnheiten haben sich in den letzten Jahren stark gewandelt:

Beschreibbare Wände für Prozessvisualisierungen, informelle Räume zur Unterstützung des Wissenstransfers, Orte für Online-Schulungen sowie ruhige Räume, die bibliotheksähnliche Arbeitsbedingungen bieten — das sind die Prioritäten von heute.

Daher heißt es in vielen Unternehmen gerade, „wir brauchen moderne Arbeitswelten!“. Dabei fallen oft Begriffe wie Open Space, Coworking und Shared Desk. Diese können die Zusammenarbeit zwischen Teams stärken, die Schaffung und den Transfer von Wissen unterstützen und bei der Umsetzung von Geschäftsstrategien helfen. Darüber hinaus prägen moderne Büros die Unternehmenskultur, das Image des Arbeitgebers und die Rekrutierung von talentierten Mitarbeitern.

Büroflächen und Arbeitsplatzkonzepte sind ein Prozess, kein Endprodukt. Die Arbeitsplatzgestaltung bedeutet eine ständige Optimierung und Anpassung an neue Bedürfnisse, Anforderungen und Arbeitsabläufe.

Natascha Ninic, Director Project Solutions

Open Space ist keine Lösung für alle

Da gibt es aber leider eine Herausforderung: Nur weil Open Space gerade im Trend liegt, muss das nicht die richtige Lösung für Ihr Unternehmen darstellen. Denn Open Space-Flächen bieten die beste Option für nicht-hierarchische Unternehmen und interdisziplinär agierende Teams. Konservative Unternehmen hingegen haben andere Kommunikationsstrukturen.

Um herauszufinden, welches Konzept am besten zu Ihrem Unternehmen passt, kommt das Workspace Development ins Spiel! Mit diesem finden Sie anhand einer ausführlichen Analyse heraus, welches Konzept am besten für Sie und Ihre Mitarbeiter ist.


Was ist Workspace Development?

  • Strukturierter Ansatz zur Schaffung und Gestaltung von Arbeitsplätzen
  • Bedarfsanalyse und Untersuchung der tatsächlichen Funktionsweise des Unternehmens
  • Lösungsvorschläge, die zu den Arbeitsweisen von Teams und einzelnen Mitarbeitern passen
  • Erarbeitung von Lösungen gemeinsam mit den Nutzern
  • Überprüfung von Veränderungen innerhalb des Unternehmens und entsprechende Anpassung des Arbeitsumfeldes

Verschiedene Arbeitsstile benötigen unterschiedliche Arbeitsräume

Die Bedarfsanalyse ist ein wichtiger Aspekt des Workspace Developments. Der Schlüssel zum Erfolg liegt dabei auf der Identifikation der jeweils im Unternehmen vorherrschenden Arbeitsstile.

Fallbeispiel:

Annas Arbeitsweise ist sehr flexibel, dezentral und kommunikativ.

Anna ist eine Außendienstmitarbeiterin. sie kommt einmal pro Woche ins Büro. Wenn sie dort ist, trifft sie eine bestimmte Anzahl von Leuten, um die neuesten Informationen über den Kunden weiterzugeben.

Da sie sich wenig im Büro aufhält, kann ein modernes Büro für Sie ein Shared Desk sein, mit genügend Begegnungsflächen, auf welchen sie sich mit ihren Kollegen/innen jederzeit austauschen und aufhalten kann.

Martins Arbeitsweise ist konzentriert, flexibel, kommunikativ und führend.

Martin ist eine Führungskraft, der die Arbeit von interdisziplinären Projekt-Teams koordiniert, und sein Kalender ist gefüllt mit Meetings. Manchmal bucht er ganztägig einen Konferenzraum.

Sein modernes, verglastes Büro befindet sich in einem Open Space-Bereich, mit genügend Think Tanks und Konferenzbereichen zum Austausch. Seine Bürowelt ist interdisziplinär und offen, dennoch privat.

Karins Arbeitsweise ist sehr konzentriert und introvertiert.

Karin arbeitet in der Finanzabteilung und verbringt den ganzen Tag an ihrem Schreibtisch. Ab und zu kommen Kollegen mit Fragen vorbei, aber in der Summe arbeitet Karin mehr mit Daten als mit Menschen.

Ihr modernes Büro ist ein „klassisches“ Zellenbüro und bietet genügend Fläche für eine weitere Sitzgelegenheit, wenn Bürobesuch kommt sowie zur Entspannung.

Konventionelle Raumplanung ist nicht mehr zeitgemäß

Der konventionelle Ansatz der Raumplanung berücksichtigt die unterschiedlichen Arbeitsstile nicht. Stattdessen werden für jeden die gleichen universellen Lösungen angeboten.

Unser Ansatz für die Raumplanung sieht daher vor, eine flexible Arbeitsumgebung und einen handlungsorientierten Arbeitsplatz zu schaffen. Dies bedeutet: unterschiedliche Raumtypen, welche an verschiedene Tätigkeiten angepasst sind, die im Rahmen der täglichen Arbeit ausgeführt und bei Bedarf an anderen Orten erledigt werden.


Mit Roquette haben wir ein maßgeschneidertes Konzept entwickelt:

„Wir sind mit unserer neuen Einrichtung sehr zufrieden – sowohl was die Qualität als auch die Optik betrifft. Wenn ich zurückblicke, muss ich sagen, dass ich viel Spaß hatte, obwohl das Projekt Umzug im Vorfeld eine Horrorvorstellung für mich war.“ Dagmar Klein


Moderne Arbeitswelten sind keine teure Science Fiction

Ein maßgeschneidertes Büro bedeutet aber nicht, dass teure oder futuristische Elemente verwendet werden müssen. Sie müssen dabei nicht Apple, Google und Co. mit ihren komplexen Bürokonzepten kopieren. Darüber hinaus haben wir festgestellt, dass Details oft den Unterschied ausmachen. Es kann ein Wasserspender sein, ein Haken am Schreibtisch für eine Handtasche oder auch Handy-Matten. Wenn Sie auf verschiedene Bedürfnisse eingehen und den Menschen das geben, wonach sie gefragt haben, werden diese sich wertgeschätzt und ernst genommen fühlen.

Das bedeutet nicht, dass alle Präferenzen berücksichtigt werden müssen, dennoch sollten Sie die Mitarbeiter darüber informieren und begründen, warum etwas entschieden wurde. So schaffen Sie eine zeitgemäße Arbeitswelt, in der sich Ihre Mitarbeiter wohlfühlen.

Von unser/em Experten/in: Natascha Ninic