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Konstant in Bewegung – Internationale Investoren auf dem deutschen Immobilienmarkt

Ausländische Investoren haben mit 48% im vergangenen Jahr nach wie vor einen großen Anteil am deutschen Immobilienmarkt. Doch welche Anleger gibt es, welche Assetklassen werden besonders nachgefragt und welche Trends bewegen den Markt?
Diesen und weiteren Fragen wollen wir im Folgenden auf den Grund gehen.

Veränderte Bedürfnisse und neue Trends

Der deutsche Immobilienmarkt ist seit einiger Zeit einer anhaltenden Dynamik ausgesetzt, bei der Immobilien einer Wertschöpfung unterliegen und somit zum Handelsobjekt werden: von der einstigen Immobilie zu einer mobilen Assetklasse. Noch vor einigen Jahren waren die Felder Mikro- und Seniorenwohnen unerschlossen. Gerade diese Trends des „compact livings“ rücken im Bereich Residential immer mehr in den Fokus von ausländischen Nutzern, genauso wie verschiedene last mile delivery Projekte im Bereich Logistik.

Bedürfnisorientierte Strategie

Und auch investorenseitig sind die Bedürfnisse und Anforderungen volatil und variieren je nach Marktlage, Profitabilität und Verfügbarkeit.
Dennoch gibt es verschiedene Interessengruppen mit bestimmten Präferenzen:

Im Core-Segment bewegen sich Anleger, die sich primär für vermietete Immobilien in Top-Lagen mit langfristig gebundenen Mietern interessieren. Der Sicherheitsfaktor ist hier sehr hoch, die Rendite dementsprechend gering.
Ein Investment hängt demnach davon ab, wieviel Risiko ein Investor eingehen möchte oder kann. Selbst wenn man (gefühlt) am oberen Ende des Marktes einkauft, ist die Wahrscheinlichkeit, trotzdem eine solide Rendite zu generieren, immer noch höher als bei vielen anderen Anlageformen.

Eine weitere Option ist die Value-add-Strategie. Es wird somit in Objekte oder Portfolios mit anteiligem Leerstand investiert, in denen man die Wertschöpfung der Mieten akzeptiert.

Darauf aufbauend bieten klassische Private Equity- und opportunistische Strategien ein hohes Risiko und Chancenprofil.

Büro und Logistik vorne

Auch das Interesse an Assetklassen ändert sich gemäß Marktentwicklung regelmäßig.
Tendenzen lassen sich dennoch erkennen. So sind die Sparten Büro und Logistik immer noch am beliebtesten bei ausländischen Investoren. Hotelimmobilien werden neben Retail und Wohnen auch vermehrt nachgefragt. Inwiefern es in Zukunft Verschiebungen geben wird, bleibt offen.

Investorenstruktur muss ausgeglichen sein

Die Struktur aus europäischen und nicht-europäischen Anlegern hält sich bisher die Waage. Mit 21% liegen die europäischen Käufer noch deutlich an der Spitze und kommen überwiegend aus Frankreich, Großbritannien oder der Schweiz. Investoren aus exotischen Ländern, wie beispielsweise Malaysia, kommen auch immer häufiger vor.
Gerade der asiatische Raum, speziell Singapur, drängt derzeit auf den europäischen und auch vermehrt auf den deutschen Markt.

Der europäische Investmentmarkt erzielte im vergangenen Jahr starke Ergebnisse. Wird Deutschland, neben UK, auch in diesem Jahr wieder die Nase vorn haben?
Der europäische Investmentmarkt erzielte im vergangenen Jahr starke Ergebnisse. Wird Deutschland, neben UK, auch in diesem Jahr wieder die Nase vorn haben?

 

Die limitierte Verfügbarkeit ist derzeit der wesentliche Grund, warum nicht noch mehr Kapital aus dem Ausland auf den deutschen Markt strömt. Glauben wir an das Prinzip des Immobilienzyklus, kann das in ein paar Jahren schon wieder anders aussehen.

Autor: Javier Gomez

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