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Logistikimmobilien: Flächen schaffen, wo es keine mehr gibt

Durch Handelsriesen wie Amazon oder Zalando boomt der E-Commerce und das hat auch großen Einfluss auf Logistikimmobilien. Zum einen fehlen in den Ballungszentren immer wieder freie Flächen, und auch die Preise steigen durch diese hohe Nachfrage immer weiter an.

Wir haben mit unserem Logistikexperten Christopher Raabe darüber gesprochen, wo und wie Logistikimmobilien entstehen können und welche Trends Sie in Zukunft beschäftigen werden. Werfen Sie jetzt einen Blick ins Video!

 

Hannover und Nürnberg als neue Logistik-Hotspots

In den Top-7-Standorten ist die Nachfrage nach Logistikimmobilien momentan am höchsten. Doch auch die Regionen Hannover (Q1-Umsatz: 151.000 m²) und Nürnberg (Q1-Umsatz: 183.000 m²) sind in letzter Zeit verstärkt in den Fokus gerückt. Auch das Ruhrgebiet erfreut sich mit 542.000 m² Flächenumsatz im ersten Quartal 2019 immer noch großer Beliebtheit. Doch selbst in diesen Marktgebieten ist es schwer, große zusammenhängende Flächen auf dem Logistikmarkt zu finden. Was also tun?

Der Osten besticht mit freien Flächen und moderaten Preisen

Der Tipp unseres Logistikexperten Christopher Raabe: Weichen Sie aus nach Ost- oder Mitteldeutschland. Hier ist die Chance am höchsten, große zusammenhängende Flächen zu finden. Dort werden ausreichend Gewerbegebiete ausgewiesen, und durch die moderaten Grundstückspreise gibt es auch ein attraktives Mietzins-Niveau. So liegt die Durchschnittsmiete für Logistikflächen in Leipzig bei 3,60 Euro pro Quadratmeter, während sie in München mit 6,20 Euro pro Quadratmeter fast doppelt so hoch ist.

Setzen Sie auf Brownfields!

Mittel- oder Ostdeutschland kommt für Sie nicht in Frage? Eine weitere Möglichkeit, Flächen für Lagerhallen und Co. dort zu schaffen, wo eigentlich kein Platz mehr ist, sind sogenannte Brownfields. Bei diesen handelt es sich zum Beispiel um nicht mehr genutzte Liegenschaften und Konversionsareale, welche revitalisiert und einer neuen Nutzung zugeführt werden. Durch diese neugenutzten Brachflächen kann, sofern die Verkehrsanbindung stimmt, die Nachfrage nach logistisch attraktiven Lagen zu einem nennenswerten Teil gedeckt werden.

Auf dem ehemaligen Gelände von Colgate/Palmolive in Hamburg finden wir ein gelungenes Beispiel dafür. Die Bodensanierung war zwar kostenintensiv, da Gebäude und Grundstück mit Laugen- und Seifenrückständen kontaminiert waren. Allerdings hat sich nach erfolgreicher Herrichtung der Gabelstaplerhersteller STILL langfristig an den Standort gebunden, sodass sich dieser Kostenaufwand auf jeden Fall gelohnt hat.

E-Commerce und die Trends der Zukunft

Der E-Commerce bleibt ein wesentlicher Treiber auf dem Logistikmarkt. Dieser führt dazu, dass große Gewerbeflächen nachgefragt sowie gebaut werden und über einen gewissen Spezialisierungsgrad verfügen. So werden beispielsweise vermehrt Automatisierungstechnologien eingesetzt und auch über zweistöckige Logistikimmobilien nachgedacht.

Diese beiden Trends – E-Commerce und Automatisierung – werden den Markt auch in Zukunft prägen.

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