Hannover – eine Stadt der Superlative

Im In- und Ausland wird Hannover meist nur mit Messen verbunden oder lediglich als Umstiegsort für Bahnpendler angesehen. Der ein oder andere Keks-Liebhaber wird Hannover wahrscheinlich auch zu schätzen wissen. Doch die Hauptstadt Niedersachsens hat viel mehr zu bieten: Natur und Kultur gehen hier Hand in Hand, und auch die Lehre kommt in Hannover nicht zu kurz, weswegen die Stadt bei der Jugend immer beliebter wird. Wir haben mit unserer Kollegin Sandra Hosemann über die Vorzüge ihres Arbeitsortes gesprochen und waren selbst erstaunt, wie vielseitig die Stadt ist.

Welche drei Fakten fallen Ihnen als erstes ein, wenn Sie an Hannover denken?

Hannover als Landeshauptstadt Niedersachsens ist einer der wichtigsten Knotenpunkte des Bahnnetzes in Nordeuropa, mit täglich bis zu 620 Zügen und 250.000 Reisenden. Wir können hier aber nicht nur Bahnfahren, sondern haben auch wunderschönes Grün zu bieten. Neben der Eilenriede, dem 640 Hektar großen Stadtwald und grünen Lunge Hannovers, ist mehr als die Hälfte der Regionsfläche Hannovers Natur- und Landschaftsschutzgebiet. Das Steinhuder Meer im Norden ist zudem der größte Binnensee Nordwestdeutschlands.
Und wer kennt nicht den Krümelmonsterkrimi um den entwendeten goldenen Leibniz-Keks an der Fassade des Unternehmens Bahlsen, das den Butterkeks in Hannover erfand? Der Name Leibniz-Keks stammt übrigens wirklich von dem Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz, der Hannover stark prägte.
Einen 4. Fakt muss ich doch noch erwähnen: Die Expo 2000, die sicherlich auch fast jedem Leser ein Begriff ist und vom 1. Juni bis 31. Oktober 2000 auf dem größten Messegelände der Welt stattgefunden hat. Hannover hat noch weitere Superlativen zu bieten, aber das würde hier den Rahmen sprengen.

Das klingt ja recht beeindruckend. Können Sie nochmal genauer erläutern,
warum Hannover als Arbeits- und Wohnort wirklich alle überzeugen kann?

Arbeiten bei BNP Paribas Real Estate in Hannover hat den Vorteil, dass wir sehr zentral sitzen, direkt in der Innenstadt, also fußläufig vom Bahnhof entfernt. Hier ist man quasi mitten im Geschehen!
Aber auch andere große Unternehmen prägen das Stadtbild, wie die Continental AG (Automobilzulieferer), Rossmann – Der Drogeriemarkt, Johnson Controls Power Solutions Europe (Herstellung von Akkumulatoren, Batterien), MTU Maintenance Hannover GmbH (Flugzeugtriebwerkwartung) oder auch die Madsack Mediengruppe (Verlagswesen).
Für junge Leute wird viel getan. So werden jedes Jahr rund 40.000 junge Menschen in mehr als 14 Berufsbildenden Schulen und mehr als 300 Bildungsgängen auf ihren Berufsalltag vorbereitet. Darüber hinaus gibt es neben der Hochschule Hannover, Leibniz-Fachhochschule, Musikhochschule (Hochschule für Musik, Theater und Medien) noch die Leibniz-Universität, die das Wissen der jungen Leute fördern. Und wer fertig mit der „Lernerei“ ist und im Arbeitsleben richtig durchstarten möchte, wird u.a. auch bei einer Gründung eines Start-ups durch das Land Niedersachsen unterstützt.

Sandra Hosemann
Sandra Hosemann
Team Leader Property Management

Zum Wohnen in Hannover kann ich allerdings wenig sagen, denn ich muss gestehen, dass ich zu den vielen Pendlern gehöre, die täglich aus der Region nach Hannover zur Arbeit fahren. Meine Fahrstrecke von ca. 35 km lege ich mit dem Auto zurück. Die Verkehrsanbindung ist – bis auf die Messezeiten – gut.

Ich genieße abends die Heimfahrt, schalte auf dem Nachhauseweg ab und wenn ich an den Pferdekoppeln vorbeifahre, weiß ich, dass ich fast Zuhause bin. Ich liebe die Ruhe auf dem Land und das Grün drumherum, auch wenn Hannover sicherlich schöne Ecken zum Wohnen hat.

Aber wenn Sie einmal in Hannover sind: Welchen Stadtteil schätzen Sie besonders und warum?

Es gibt viele schöne Ecken und Stadtteile, je nachdem wonach einem gerade ist. Gut essen und ausgehen kann man in Mitte, Oststadt und List. Wenn es etwas alternativer beziehungsweise aufgeschlossener sein darf, gern auch Linden-Limmer. Ruhiger ist die Eilenriede östlich oder der Maschsee südlich des Stadtzentrums.

Das Neue Rathaus in Hannover ist eingebettet in den zehn Hektar großen Maschpark am Südrand der Innenstadt.
Die Leibniz Universität Hannover (LUH), ist mit fast 30.000 Studierenden die zweitgrößte Hochschule Niedersachsens.

Wo steht Hannover in Sachen Smart City und Innovation? Was würden Sie sich für Ihre Stadt wünschen, damit sie noch lebenswerter wird?

Seit 2018 gibt es ein kleines Kreativlabor in Hannovers Nordstadt namens Hafven, welches ein Programm zum Thema Smart City gestartet hat. Hier werden ausgewählte Start-ups einige Monate lang intensiv von unterschiedlichsten Mentoren betreut, unter ihnen Mitarbeiter der Nord/LB, TÜV Nord Group, Heise Medien und anderen Firmen.  Hieraus ist beispielsweise HAIP entstanden, die – vereinfacht ausgedrückt –  mittels Drohne landwirtschaftliche Flächen befliegen und einen Report erstellen und aufzeigen, wo Handlungsbedarf im Pflanzenschutz besteht, bevor die Krankheiten auf dem Acker ausgebrochen sind.  
HannoVerKehr ist ein weiteres Projekt der Stadt Hannover, das den Verkehrsfluss und das Parkraummanagement im Stadtverkehr optimieren soll. Hier ist dringender Handlungsbedarf gegeben, denn zu den Hauptverkehrszeiten kann es schon mal etwas länger dauern.

Zum Schluss noch kurz zum Beruflichen: Was macht Ihren Job als Property Manager in Hannover besonders?

Das Team natürlich. Wir sind ein kleines, derzeit 5-köpfiges, Team, das mit Leidenschaft für Immobilien perfekt zusammenarbeitet. Der legendäre BNPPRE-Spirit ist auch hier zu spüren!