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Science-Fiction in der Immobilienbranche

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Science-Fiction in der Immobilienbranche

Sei es das Wetter oder der Immobilienmarkt – nichts fasziniert so sehr wie der Blick in die Zukunft. Vorhersagen aber treffen selten so ein wie angenommen. Es ist ärgerlich, wenn es unverhofft regnet oder der Markt sich anders verhält als erwartet. Nimmt man Vorhersagen jedoch mit etwas Humor, können sie durchaus amüsant sein.

Zum Start des aktuellen Science-Fiction-Films von Luc Besson Valerian – Die Stadt der tausend Planeten fragen wir uns aus der Perspektive eines Immobilienexperten: Was hat die Filmbranche über die Zukunft der Immobilien vorhergesagt? Die BNP Paribas Gruppe ist einer der exklusiven Partner des Filmprojekts und unterstützt die Comicverfilmung mit 10 Millionen Euro.

Leben auf kleinstem Raum

Mikroapartments sind zurzeit ein angesagtes Thema in der Immobilienbranche. Sie sind eine Reaktion auf den Platzmangel in den deutschen Ballungsgebieten. Während hier nur eine Person pro Raum lebt, wohnen in Hongkong mehrköpfige Familien in den kleinen Zimmern: Kochen, Schlafen, Waschen, alles spielt sich auf 30 m² ab.

Das muss aber nicht zwangsweise bedrückend sein. Wie komfortabel es sich auf 30 m² leben lässt, zeigt der in Hongkong lebende Architekt Gary Chang. Sein Geheimnis sind sich bewegende Wände, die sich auf Schienen im Boden hin und her bewegen lassen und unterschiedlich verarbeitet sind. An einer Wand befestigte Schränke bieten Stauraum, an einer anderen ist eine ganze Küchenzeile installiert.

Schuhschachtel der Zukunft

Was davon hat die Science-Fiction-Welt vorhergesehen? Das bekannteste Mikroapartment der Zukunft bewohnt wohl Korben Dallas, der Held im Film „Das fünfte Element“ (1997). Vergleichbar mit dem Apartment in Hongkong sind auch hier bewegliche Elemente verbaut. Die Dusche und der Kühlschrank lassen sich wahlweise in der Decke oder im Boden versenken. Das Bett verschwindet in der Wand. Ganz so futuristisch wohnen wir noch nicht, aber erste Trends bewegen sich in diese Richtung.

In die Höhe bauen

Ein ebenfalls aktuelles Thema sind Wohnhochhäuser, die auch eine Reaktion auf die Enge in den Städten sind. In Deutschland steht das bisher höchste Wohnhochhaus in Köln: Das Colonia-Haus misst mit Antenne 155 Meter. Herausgefordert wird es vom Grand Tower, einem Wohnhochhaus in Frankfurt. Nach Fertigstellung im Jahr 2019 wird das Hochhaus 172 Meter hoch sein.  Im weltweiten Vergleich sind das jedoch keine nennenswerten Höhen, denn das höchste Haus der Welt, der Burj Khalifa in Dubai, kommt auf 828 Meter.

Schwindel ist ein Muss

Wie hoch sind die Häuser in der Zukunft? Gefühlt spielen die meisten der Science-Fiction-Geschichten umgeben von Wolkenkratzern. Egal, ob Blade Runner (1982), Das fünfte Element (1997), Minority Report (2002), Cloudatlas (2012) oder Ghost in the Shell (1996/2017). Sie alle haben sich für Hochhäuser als Science-Fiktion-Kulisse entschieden. In der realen Welt wächst von den deutschen Städten besonders Frankfurt in die Höhe. Den Himmel aber können wir noch sehen.

Wohnen auf dem Wasser

Der Klimawandel ist ein häufiges Thema in den Medien. Es wird wärmer und der Meeresspiegel steigt. Mit am stärksten davon betroffen sind die Niederlande. Gebaut werden deswegen schwimmende Wohnviertel, als kostengünstige Alternative zur Aufschüttung der Dämme. In Deutschland sind diese Häuser nur vereinzelt auf Gewässern zu sehen, dann aber nicht wegen der Angst vor einer Naturkatastrophe, sondern wegen der Lust am kreativen Wohnen.

Nach mir die Sintflut

Hat uns die Sintflut schon erreicht? Gemäß der Ideen der Filmindustrie sollte die Erdoberfläche bereits überschwemmt sein und die Menschen in ärmlichen Verhältnissen auf einer künstlichen Insel leben. Wie wir uns diesen Alltag vorstellen können, zeigt der Film Water World (1995). Trotz der zum Teil heftigen Sommerstürme steht die Welt aber noch nicht unter Wasser und die Niederlade lassen sich noch mit Auto statt Boot besuchen. Die Prognose stimmt (noch) nicht.

Gläserner Kunde

Die Diskussionen um die Existenzberechtigung des stationären Handels hält an. Vereinzelt wird versucht, Techniken und Denkweisen aus dem Internet in die reale Welt zu übertragen. Das heißt, dass Mimik, Puls und Bewegung des Kunden im Geschäft über ein Kamerasystem analysiert werden. Je nach Ergebnis wird ein Trigger ausgespielt, der zum Kauf animieren soll. Das kann zum Beispiel das Zusenden eines Rabattcodes auf das Smartphone sein.

Manche Dinge ändern sich nie

Wie steht es also um die Zukunft des Einzelhandels? Im Film Minority Report (2002) bekommt der Held auf der Flucht individualisierte Werbung ausgespielt. Die Werbebotschaften sprechen ihn sogar mit Namen an. Während des Besuchs eines Textilhändlers begrüßt ihn ein Hologramm und bietet Ware an, die er dort zuletzt erworben hat. Erkannt wird er anhand seiner Augen.

Den stationären Handel gibt es noch. Kaufempfehlungen wollen dem Kunden noch immer Ware verkaufen, die er bereits gekauft hat. Maßgeschneiderte Werbung ist ein aktueller Marketingtrend. Das mit der Identifikation der Einzelperson ist aber noch Zukunftsmusik.

Es kommt, wie es kommt

Was lernen wir aus unserer Übersicht? Circa 20 Jahre später ist die Welt noch nicht kurz vor dem Untergang. Einige Trends wie Mikroapartments, Wohnhochhäuser und der transparente Kunde sind uns schon näher als wir vielleicht wollen. Anderes schlummert noch in Schubladen. Interessant ist aber auch, dass unser Gefühl uns täuscht: Die Welt dreht sich angeblich schneller und schneller, aber der technische Fortschritt ist noch lange nicht so weit wie im Film prognostiziert.

Und trotz allem bleibt die Frage spannend, welche Neuerungen und technischen Gadgets uns in der Zukunft erwarten werden. Wer sich dafür weiterhin begeistern kann, dem sei daher der aktuelle Film von Luc Besson zu empfehlen. Valerian – Die Stadt der tausend Planten läuft bereits seit dem 20. Juli 2017 in den deutschen Kinos und lädt ein zu einem Blick in die Science-Fiction-Glaskugel.

Autorin: Magdalena Hartmann

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