Mittendrin statt nur dabei: Property Management im Hochhaus TRIANON

Wenn Silke Möller und Kay Lehmann morgens ihr Büro betreten, wissen sie meist nicht, was die nächsten Stunden für sie bereithält. Denn einen normalen, durchschnittlichen Arbeitsalltag kennen die beiden Property Manager von Frankfurts Bürohochhaus TRIANON nicht. „Auch wenn ich eine ausführliche To-do-Liste schreibe, kann ich meistens nur einen oder höchstens zwei Punkte abarbeiten, bevor die erste Person vor meiner Tür steht“, berichtet Möller, die seit über 20 Jahren das 186 Meter hohe TRIANON betreut.

Dass spontan Mieter oder Eigentümer – vom Vorstand bis zur Reinigungskraft –zwischendurch vorbeikommen, ist hingegen sicher. Egal, ob der Aufzug zu langsam ist, das Essen im hauseigenen Casino schlecht gewürzt ist, es Sonderwünsche bei der geplanten Notfallübung gibt, oder sie einfach mal wieder „Hallo“ sagen wollen: All das und vieles mehr managen die beiden Experten souverän jeden Tag. Und alle Anfragen werden ernst genommen. „Wir sind Beichtvater, Bürgermeister und das neben unseren Aufgaben als Property Manager“, lacht Kay Lehmann.

Dass die beiden sehr gefragt sind, bekommen auch wir während unseres Interviews hautnah zu spüren: Ein spontanes Gespräch mit einem Mieter schiebt unseren Termin nach hinten, zudem wird unsere Konversation immer wieder durch ein Telefonat oder eine in der Tür stehende Person unterbrochen. „Sie sehen, es wird nie langweilig“, entschuldigt sich Silke Möller lächelnd. Auf den ersten Blick wird deutlich, dass sich die Mieter des TRIANONs ein Rundum-Wohlfühlpaket wünschen, das ihnen Silke Möller und Kay Lehmann ermöglichen.

„In unserem Job muss man lösungsorientiert sein und auch schnell auf Neues reagieren. Oft stehen Menschen mit Problemen und Sorgen in der Tür und gehen auch erst, wenn wir eine Lösung gefunden haben,“ berichtet Kay Lehmann.

Mittendrin statt nur dabei: Das Geheimrezept für zufriedene Mieter und Eigentümer

Dabei kommt es beiden Property Managern zugute, dass sie ihr Büro im selben Gebäude haben. „Mittendrin statt nur dabei lautet unser Motto“, sagt Lehmann. „Unser Job würde nicht funktionieren, wenn wir nicht vor Ort sitzen würden. Denn nur durch die kurzen Kommunikationswege ist es möglich, die Probleme von Mietern und Eigentümer abzufangen.“

Nach fast einem Vierteljahrhundert im TRIANON konnte gerade Silke Möller eine Vertrauensbasis schaffen, welche einmalig ist: „Silke ist eine Institution im TRIANON. Wenn Sie am Eingang des Hochhauses steht, könnte sie beinahe jeden mit Namen grüßen und hätte sogar eine kleine Anekdote zu berichten“, so Lehmann.

Wir sind Beichtvater, Bürgermeister und das neben unseren Aufgaben als Property Manager.

Kay Lehmann , Team Leader Property Management

Schauplatz TRIANON: Kulisse für Film und Fernsehen

Auch das Organisieren von Veranstaltungen gehört zu den Management-Aufgaben von Möller und Lehmann – seien es das Public Viewing bei einer Weltmeisterschaft, eine After-Work-Party oder der bekannte Weihnachtsmarkt im Innenhof. „Es gibt schon viele einmalige Erlebnisse im TRIANON“, erzählt Silke Möller und zieht ein altes Fotoalbum aus dem Regal hervor.

In diesem Gästebuch findet man einige Stars!

In diesem befinden sich Bilder und Artikel der zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen, die während ihrer Zeit als Property Managerin stattgefunden haben: Ein Dreh mit Tim Mälzer für seine Fernsehsendung „Kitchen Impossible“, eine Sendung mit Kai Pflaume, in der eine Frau die 186 Meter hohe Gebäudefassade hinunterging, um sich einen Traum zu erfüllen, oder das ein oder andere Konzert mit Spitzenmusikern. Selbst Lehmann, der seit 2017 als Property Manager im TRIANON arbeitet, ist von der Vielzahl der Veranstaltungen überrascht: „Die Scorpions waren hier?“, fragt er erstaunt. Und da hat seine Kollegin erst ein Drittel des analogen Fotoalbums durchgeblättert.

Das TRIANON: Eine Stadt in der Stadt

Kay Lehmann wechselte vor zwei Jahren als Property Manager in das Frankfurter Landmark-Objekt und betreute zuvor 86 Gebäude gleichzeitig. „Anfangs habe ich mich gefragt, wie man nur ein Gebäude betreuen kann. Doch das TRIANON ist wie eine Stadt in der Stadt, nur im Supersize-Format. Wir sind Ansprechpartner für über 2.500 Menschen. Hier hat irgendwer immer irgendwas“.

Im Gespräch wird deutlich, wie sehr sich die beiden Property Manager mit dem TRIANON identifizieren. Stolz erzählen sie von ihren Erlebnissen, dem ein oder anderen skurrilen Vorfall und auch von neuen Innovationen und der „grünen“ LEED-Platin-Zertifizierung: „Wir können es mit jedem gerade neugebauten Hochhaus Frankfurts aufnehmen – technisch, und optisch erst recht“, betont Lehmann.

Von dem architektonischen Herzstück des TRIANONs, dem Diamanten, durften wir uns persönlich überzeugen. Die umgekehrte Pyramide auf dem Dach darf leider nur noch einfarbig illuminiert werden, sie ist in den Abendstunden dennoch ein funkelnder Hingucker. Auch die beiden Property Manager Kay Lehmann und Silke Möller lassen sich diesen Anblick nicht entgehen, wenn sie abends „ihr“ TRIANON verlassen.

Trianon in Frankfurt
Der 186 Meter Tower im Herzen Frankfurts

Autorin: Marina Vogt