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Tradition trifft auf Moderne: Immobilienbranche und PropTechs rücken näher

Was ist eigentlich ein PropTech? Kaum ein Schlagwort fällt in der Immobilienbranche dieser Tage öfter. Dennoch kommen einige Immobilienberater ins Schwitzen, wenn sie nach der Bedeutung gefragt werden. Die Antwort lautet: Es ist eine Wortkombination aus „Property“ und „Technology“. Sie bezeichnet Existenzgründer, die Ineffizienzen in der Immobilienwirtschaft beheben wollen und dabei ein innovatives, skalierbares und digitales Geschäftsmodell hervorbringen.

Das Interesse wächst

Auf der FutureProptech in Berlin im September traf sich das erste Mal ein paneuropäischer Teilnehmerkreis, um das Phänomen PropTech zu diskutieren. Gründer stellten ihr Geschäftsmodell vor, etablierte Unternehmen berichteten von der digitalen Transformation ihrer Strukturen und Prozesse. Andere wiederum nutzten die Gelegenheit, sich über den aktuellen Stand zu informieren.

FuturePropTech in Berlin
Auf der FuturePropTech in Berlin trafen Gründer und etablierte Unternehmen aufeinander und diskutierten über neue Geschäftsmodelle und die digitale Transformation

Gegeneinander oder miteinander?

Während in der Branche oftmals noch Skepsis bei dem Thema mitschwingt, war der Tenor des Events ein anderer. Bereits in der Eröffnungsrede wurde klar, dass PropTechs auf der einen und etablierte Immobilienunternehmen auf der anderen Seite künftig wohl nur schwer ohne einander auskommen werden.

Proptechs fokussieren sich vornehmlich darauf, Arbeitsabläufe von Immobilienunternehmen zu digitalisieren und damit zu vereinfachen. Ihr Geschäftsmodell baut vor allem auf bestehenden Strukturen auf. Die Immobilienunternehmen wiederum tun sich teilweise schwer, das Thema Digitalisierung wirklich umzusetzen stattdesessen bevorzugen sie es, im Rahmen von finanziellen Engagements auf das Knowhow der „jungen Wilden“ zu setzen.

Eine Besonderheit der Immobilienbranche aber ist, dass, anders als vielleicht erwartet, die etablierten Unternehmen mehr Gewicht in dieser Beziehung haben. Denn sie verfügen über jahrzehntelang aufgebaute Datenbanken mit Analysen zum Immobilienmarkt. Proptechs sind auf diese Daten häufig angewiesen und deswegen abhängig von den großen Unternehmen.

Wie kann ich mir ein PropTech vorstellen?

Wie aber sieht so ein PropTech aus? Welches sind die neuen Technologien, mit denen gearbeitet wird? Ein Beispiel für den Einsatz von Big Data entstammt der Legaltech-Szene. Entwickelt wurde eine Software, die automatisiert Verträge ausliest und Kernelemente wie Vertragslaufzeit, Mietpreise und Kündigungsfrist extrahiert. Verträge großer Portfolios lassen sich so schnell und automatisiert digitalisieren.

Ein anderes PropTech will die Bindung zwischen Dienstleister und Kunden verbessern. Über eine Software können Asset- und Property Manager direkt mit ihren Kunden kommunizieren und Dokumente austauschen. Nebenbei können individuelle Reports automatisch generiert werden.

Was jetzt kommt

In die Immobilienbranche ist in letzter Zeit viel Bewegung gekommen. Die positive Stimmung auf der Veranstaltung lässt alle Beteiligten gelassen auf die anstehenden Herausforderungen blicken und so lautet das Fazit: Augen aufhalten und nach bestmöglichen Synergien suchen.

 

Von unserem Experten: Marcus Zorn

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