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mikroapartment als reaktion auf die allgemeine wohnungsknappheit

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Mikroapartments – Nachhaltige Investition gegen Wohnungsknappheit

Mikroapartments – alle sprechen derzeit über diese neue Assetklasse, die im Markt boomt.
Neue Wohnformen sind gefragter denn je – und das kommt nicht von ungefähr: Wohnungen sind knapp, und die Anforderungen an Wohnraum ändern sich. Kurzfristiges und flexibles Wohnen wird immer attraktiver.

Kleine Wohnungen groß im Trend

Mikroapartments sind kleine, möblierte Wohnungen für temporäres Wohnen. Mieter können Studenten oder Auszubildende sein, aber auch Geschäftsleute oder Pendler, die vorübergehend eine Wohnung benötigen und nicht ins Hotel möchten. Die klassische Standardgröße beträgt etwa 25 m².
Mit dieser Wohnungsgröße erreicht man in der Regel das beste Verhältnis zwischen Baukosten und späteren Mieteinnahmen – ein wichtiger Anhaltspunkt für Investoren.

Das „All-inklusive-Sorglospaket“

Mikrowohnen ist für viele Nutzer eine attraktive Alternative, um den Stress eines Umzugs zu vermeiden. Von Möbeln über Bettwäsche und Handtücher bis hin zum Kaffeelöffel ist beim Einzug bereits alles vorhanden. Bei den sogenannten Serviced Apartments sind sogar der Wäschewechsel, das Putzen oder die Nutzung des Fitnessbereichs inbegriffen.

Bedürfnisgerechtes Mikrowohnen

Neben den kleinen und kompakten Wohnungen gibt es auch noch andere Varianten, denn Mikroapartments sind oft Teil von größeren Projektentwicklungen, die neben klassischem Geschosswohnungsbau auch Büro-, Retail- oder Hotelflächen beinhalten. Kleinere Wohnungen werden als sogenanntes Community Living mit gemeinsamer Küche und Bad angeboten. Größere Wohnungen mit circa 35 m² verfügen als Extra zum Beispiel auch über eine Sitzecke und richten sich hauptsächlich an Geschäftsleute oder Pendler.

Hoher Komfort hat seinen Preis

Günstig ist dieses “All-inklusive-Wohnen“ allerdings nicht. Mit etwa 900-1.000 € Miete muss man je nach Standort mindestens rechnen. Jedoch sind auch Mieten von bis zu 1.500 € pro Monat keine Seltenheit mehr. Noch etwas teurer wird es, wenn Zusatzleistungen gebucht werden, wie etwa Concierge-Services.
Mikroapartments sind somit die Abkehr von der Quadratmeter-Miete hin zur All-inklusive-Miete.
Diesen Wohnkomfort können sich die meisten Studenten nicht leisten, was bei der hohen Auslastung der Universitäten durchaus problematisch ist. Und solange der Mehrwert an Komfort den Preis bestimmt, wird sich das auch nicht ändern. Besonders attraktiv sind Mikroapartments somit für Geschäftsleute mit gutem finanziellen Background, die viel pendeln und keine Zeit haben, sich um Umzugsformalitäten zu kümmern.

Auch unser aktuelles Video zu Wohn-Investments 2018 behandelt das Thema Mikroapartments als Trend im Zuge der Wohnungsknappheit.

Mikrowohnen bei Investoren beliebt

Aus Investorensicht wird diese neue Wohnform auch immer beliebter. Selten waren deutsche Wohn-Investments so gefragt wie heute. Mikroapartments, studentisches-, soziales-, oder auch altersgerechtes Wohnen zählen zu nachhaltigen Investitionen. Doch Aufklärungsarbeit auf der Maklerseite ist noch erforderlich, da es sich um eine sehr junge Assetklasse handelt. Aktuell sind Mikroapartments bei Anlegern beliebt, die aufgrund des leicht höheren Risikos eine höhere Rendite erzielen möchten. Für konservative Investoren (z. B. Family Offices) sind Mikroapartments derzeit noch keine Alternative.

Projektentwicklungen ziehen nach

Für Projektentwickler stellt diese Assetklasse noch ein neues Terrain dar. Sie wissen oft nicht, welche Anforderungen auf sie zukommen. Von Standortfragen über die Einrichtung der Wohnungen – Investoren und Entwickler müssen umfassend informiert sein. Das geht über Themen wie etwa die Farbe der Sitzpolster hinaus. Beispielsweise ist es wichtig, dass bestimmte Räume, in denen Sauberkeit unablässig ist, zentral liegen und nicht in der hintersten Ecke eines Gebäudes platziert werden. Das beugt der Entstehung von Eskalationsräumen vor. Ein Raum für Waschmaschine und Trockner würde in dem Fall schnell verdrecken, weil die Aufenthaltsqualität zu wünschen übrig lässt. Die Lösung wäre ein großer, heller Waschraum, etwa im EG, mit großen Fenstern und ansprechender Einrichtung – idealerweise von einem externen Anbieter betrieben.

Internationale Vorreiter

Das Angebot steigt generell an und wird vom Markt absorbiert. Im Ausland wie den USA, Kanada oder auch Spanien, Frankreich und England ist die Wohnform Mikroapartment längst gang und gäbe. Die derzeitige Entwicklung in Deutschland zeigt, dass sie auch hier in absehbarer Zeit zur Normalität gehören wird. Vor allem in den Top-7-Städten sprießen Mikroapartments wie Pilze aus dem Boden, aber auch in Universitäts- und Ausbildungsstädten, wie Wolfsburg oder Stuttgart, ist ein Anstieg dieser neuen Wohnform spürbar. In ländlichen Regionen mit schlechter Infrastruktur funktionieren Mikroapartments bisher als Investmentprodukt eher nicht.

Eine nachhaltige Zukunftsperspektive

Mikroapartments sind eine spannende Assetklasse, mit der sich Anleger wie auch Privatpersonen immer mehr anfreunden und die eine nachhaltige Entlastung für die von Wohnungsmangel gebeutelten Großstädte ist.

 

Autor: Garlef K. Reche

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