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Büroimmobilienmarkt Frankfurt: Aktuelle Marktberichte von BNPPRE

Unser Marktbericht

Büromarkt Frankfurt

AUFWÄRTSTREND HÄLT WEITER AN

Der Frankfurter Büromarkt erzielte im ersten Halbjahr einen Flächenumsatz von 273.000 m². Damit wurde das außergewöhnliche Vorjahresergebnis zwar um gut 10 % verfehlt, trotzdem liegt das Resultat knapp 14 % über dem zehnjährigen Durchschnitt. Auch im enger gefasst gif-Gebiet wurde der langjährige Schnitt mit 250.000 m² um fast 16 % getoppt. Damit wird der Aufwärtstrend der letzten Jahre grundsätzlich fortgesetzt. Diese Aussage gilt umso mehr, wenn man berücksichtigt, dass der Anteil großflächiger Abschlüsse über 10.000 m² bislang lediglich bei knapp 9 % liegt. Im Vorjahreszeitraum waren es rund doppelt so viel und im zehnjährigen Durchschnitt liegt dieser Wert sogar über 23 %. Zu den wichtigsten Verträgen gehörten die Anmietung von 24.000 m² der FAZ im Europaviertel, 8.300 m² der Finanzagentur der Bundesrepublik Deutschland in Heddernheim/Mertonviertel sowie 8.000 m² der Bethmann Bank im Bankenviertel. Im bundesweiten Vergleich fiel der Flächenumsatz nur in München und Berlin höher aus.

 

Entwicklung Flächenumsatz und Höchstmieten in Frankfurt
Entwicklung Flächenumsatz und Höchstmieten in Frankfurt

HOMOGENSTE BRANCHENVERTEILUNG ALLER STANDORTE

In keiner anderen Stadt verteilt sich das Ergebnis so ausgeglichen über die verschiedenen Branchengruppen wie in Frankfurt. Insgesamt erreichen sechs Nachfragecluster zweistellige Umsatzanteile. Knapp an der Spitze liegen Banken/Finanzdienstleister, die auf 14,5 % kommen. Platz zwei entfällt bereits auf Coworking-Anbieter, die gut 12 % beisteuern und auch in Frankfurt als Nachfragegruppe immer mehr an Bedeutung gewinnen. Komplettiert wird das Spitzentrio von der Gruppe Medien und Werbung, die für 12 % verantwortlich zeichnen. Auf den Rängen vier bis sechs folgen Kopf-an-Kopf gleich drei Branchengruppen mit jeweils knapp 11 % Umsatzanteil. Hierzu gehören die öffentliche Verwaltung, die IuK-Technologien und Beratungsgesellschaften. Diese homogene Verteilung des Resultats unterstreicht eindrucksvoll die sehr breite Nachfragebasis und das lebhafte Marktgeschehen.

 

Flächenumsart nach Branchen in Frankfurt 1. Halbjahr 2018
Flächenumsatz nach Branchen in Frankfurt 1. Halbjahr 2018

LEERSTANDSRATE NÄHERT SICH DER 8-%-MARKE

Der Leerstandsrückgang hat sich fortgesetzt. In den letzten zwölf Monaten ist er um 16 % auf 1,28 Mio. m² gesunken. Dies ist das geringste Volumen der letzten 15 Jahre. Bei dem wichtigsten Segment der Flächen mit moderner Ausstattungsqualität belief sich der Abbau sogar auf über 20 %. Vom Gesamtleerstand verfügen damit nur noch knapp 48 % (611.000 m²) über die von den Nutzern bevorzugte Qualität (ca. 70 % der Vermietungsleistung). Die Leerstandsrate im Gesamtmarkt ist auf 8,3 % gesunken. Das größte Problem bleibt weiterhin die Flächenknappheit in den zentralen, stark nachgefragten Lagen. Deutlich wird dies an der Leerstandsquote des Bankenviertels, die bei nur 2,7 % liegt.

 

Entwicklung des Leerstands in Frankfurt
Entwicklung des Leerstands in Frankfurt

MARKT REAGIERT MIT STEIGENDER BAUTÄTIGKEIT

Aufgrund der guten Nachfrage und dem geringen Angebot an hochwertigen Flächen hat die Bautätigkeit angezogen. Im Vorjahresvergleich haben die Flächen um 87 % auf 592.000 m² zugelegt. Die hiervon dem Markt noch zur Verfügung stehenden Flächen sind aber nur um knapp 54 % auf 294.000 m² gestiegen, was die hohe Vorvermietungsquote unterstreicht. Damit sind nur 48 % noch verfügbar. Zu berücksichtigen ist weiterhin, dass ein Großteil des Angebots sich lediglich auf wenige Projekte konzentriert, die darüber hinaus teilweise erst 2023 verfügbar sein werden.

 

Bedeutende Vertragsabschlüsse in Frankfurt
Bedeutende Vertragsabschlüsse in Frankfurt

SPITZENMIETE DEUTLICH GESTIEGEN

Als Ergebnis der skizzierten Nachfrage-/Angebotssituation-Relation hat die Spitzenmiete im Jahresvergleich um 12 % auf 43 €/m² zugelegt. Auch bei den Durchschnittsmieten, die um gut 8 % auf aktuell 18,30 €/m² gestiegen sind, ist eine ähnlich dynamische Aufwärtstendenz zu verzeichnen.

 

Trend wichtiger Marktindikatoren in Frankfurt
Trend wichtiger Marktindikatoren in Frankfurt

PERSPEKTIVEN

Die gute Nachfragesituation sowie das für die Nutzermärkte weiterhin stützende konjunkturelle Umfeld werden den Flächenumsatz auch im zweiten Halbjahr beflügeln. Dies gilt umso mehr, da der Anteil der Großabschlüsse zulegen dürfte. Vor diesem Hintergrund zeichnet sich für das Gesamtjahr erneut ein überdurchschnittlicher Flächenumsatz ab, der die 600.000-m²-Schwelle überschreiten sollte. Da sich gleichzeitig der Leerstandsabbau, wenn auch verlangsamt, noch fortsetzen wird, ist von weiter steigenden Mietpreisniveaus auszugehen.

 


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Herausgeber und Copyright: BNP Paribas Real Estate GmbH
Bearbeitung: BNP Paribas Real Estate Consult GmbH
Stand: 30.06.2018

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