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Büroimmobilienmarkt Frankfurt: Aktuelle Marktberichte von BNPPRE

Unser Marktbericht

Büromarkt Frankfurt

BESTES ERGEBNIS SEIT 2001

Der Frankfurter Büromarkt entwickelt sich weiter ausgesprochen positiv. Mit einem Flächenumsatz von 477.000 m² im gesamten Marktgebiet wurde nicht nur das Vorjahresergebnis noch einmal um 3 % übertroffen, sondern auch das beste Resultat seit 2001 registriert. Im enger gefassten gif-Gebiet konnte sogar eine Zunahme um 8 % auf 446.000 m² erzielt werden. Damit hat die Mainmetropole im bundesweiten Vergleich den dritten Rang hinter München und Berlin gefestigt. Vor allem das dritte Quartal, in dem über 200.000 m² abgeschlossen wurden, hat wesentlich zum guten Flächenumsatz beigetragen. Nur in München fiel das Ergebnis noch etwas höher aus. Bemerkenswert ist insbesondere die sehr homogene Verteilung des Resultats auf alle Größenklassen, gerade auch in den mittelgroßen Segmenten, wodurch die sehr breite Nachfragebasis unterstrichen wird. Zu den größten Abschlüssen gehörten die Verträge der Commerzbank über 38.500 m² in der City West, der FAZ über 24.000 m² in der Innenstadt sowie der Siemens AG über 20.000 m² im Flughafenumfeld (Gateway Gardens).

 

Entwicklung Flächenumsatz und Höchstmieten in Frankfurt
Entwicklung Flächenumsatz und Höchstmieten in Frankfurt

Banken und Finanzdienstleister an Position 1

Die in Frankfurt in der Vergangenheit oft in Führung liegende Leitbranche der Banken und Finanzdienstleister hat auch im laufenden Jahr mit gut 22 % mit Abstand am meisten zum Gesamtumsatz beigetragen. Vor dem Hintergrund der ungelösten Brexit-Problematik könnte sich dieser Trend auch mittelfristig fortsetzen. Auf den Podiumsplätzen folgen mit jeweils knapp 11 % Coworking/Business Center und die Verwaltungen von Industrieunternehmen. Die in den letzten beiden Jahren stark gestiegene Bedeutung von Coworking-Anbietern belegt den Trend sich ändernder Arbeitswelten, auf die Bürokonzepte reagieren müssen. Jeweils rund 10 % steuern außerdem noch die IuK-Technologien, die öffentliche Verwaltung sowie Beratungsgesellschaften bei.

 

Flächenumsatz nach Branchen in Frankfurt Q1-3 2018
Flächenumsatz nach Branchen in Frankfurt Q1-3 2018

Leerstand auf 15-Jahres-Tief

Der Leerstandsabbau hat sich nicht nur fortgesetzt, sondern sogar beschleunigt. Im Vorjahresvergleich ist das Volumen um 14 % auf 1,19 Mio. m² gesunken. Dieser Wert markiert ein 15-Jahres-Tief und lässt die Leerstandsrate im Gesamtmarkt mit 7,7 % seit langer Zeit wieder unter die 8 %-Schwelle fallen. Noch dynamischer fiel die Entwicklung im unter Marktgesichtspunkten wichtigsten Segment der modernen Leerstände aus, die sich um 19 % auf 554.000 m² verringert haben. Gerade in den zentralen Lagen wird das Angebot in diesem Teilsegment mittlerweile ausgesprochen knapp. Im CBD stehen beispielsweise nur noch 125.000 m² moderne Leerstände zur Verfügung, bei einem Flächenumsatz von fast 225.000 m² alleine in den ersten drei Quartalen.

 

Entwicklung des Leerstands in Frankfurt
Entwicklung des Leerstands in Frankfurt

Bautätigkeit legt spürbar zu

Die Bautätigkeit hat auf das rückläufige Angebot in den innerstädtischen Lagen reagiert und deutlich zugelegt. Im Jahresvergleich hat sich das Gesamtvolumen auf 624.000 m² verdoppelt. Allerdings steht hiervon dem Vermietungsmarkt nur noch gut die Hälfte zur Verfügung, was auf eine relativ hohe Vorvermietungsquote zurückzuführen ist. Zu berücksichtigen ist außerdem, dass der Großteil des Angebots sich auf wenige Projekte konzentriert. Über die Hälfte entfällt auf das Bankenviertel, also die Büromarktzone, auf die sich die Mehrzahl der im Zusammenhang mit dem Brexit noch zu erwartenden Gesuche fokussieren wird.

 

Bedeutende Vertragsabschlüsse in Frankfurt
Bedeutende Vertragsabschlüsse in Frankfurt

Mietpreise weiter im Aufwind

Die gute Marktverfassung spiegelt sich auch in weiter steigenden Mieten wider. Im Jahresvergleich hat die Spitzenmiete um knapp 8 % auf 43 €/m² angezogen. Ähnlich stellt sich die Entwicklung bei der Durchschnittsmiete dar, die im gleichen Zeitraum um fast 6 % auf aktuell 18,70 €/m² zugelegt hat.

 

Trend wichtiger Marktindikatoren in Frankfurt
Trend wichtiger Marktindikatoren in Frankfurt

Perspektiven

Aufgrund der nach wie vor guten Rahmenbedingungen für die Nutzermärkte sowie einer Reihe großflächiger Gesuche ist auch für das letzte Quartal von sehr lebhaften Märkten auszugehen. Vor diesem Hintergrund erscheint ein Jahresumsatz im Bereich von 700.000 m² realistisch. Der Leerstandsabbau sollte sich aufgrund der absehbaren Baufertigstellungen seinem Tiefpunkt nähern und bei den Mietpreisen sind in Anbetracht der starken Nachfrage weitere Steigerungen absehbar.

 

Kennzahlen Frankfurt Q1-3 2018
Kennzahlen Frankfurt Q1-3 2018

 


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Herausgeber und Copyright: BNP Paribas Real Estate GmbH
Bearbeitung: BNP Paribas Real Estate Consult GmbH
Stand: 30.09.2018

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