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Wohnimmobilienmarkt Deutschland: Aktuelle Marktberichte von BNPPRE

Unser Marktbericht

Wohn-Investmentmarkt Deutschland

ZWEITBESTER UMSATZ DER LETZTEN ZEHN JAHRE

Das Investitionsvolumen mit größeren Wohnungsbeständen (ab 30 Wohneinheiten) belief sich im ersten Quartal auf 7,99 Mrd. €. Damit wurde nicht nur das Vorjahresergebnis mehr als verdoppelt, sondern auch das zweitbeste Resultat der letzten zehn Jahre erzielt. Wesentlich dazu beigetragen hat die eingerechnete Übernahme der österreichischen Buwog durch Vonovia. Das Volumen der deutschen Bestände liegt bei deutlich über 2,7 Mrd. €. Aber auch ohne diesen außergewöhnlichen Deal wäre es der zweitbeste Wert gewesen und das Vorjahresergebnis noch um knapp ein Drittel übertroffen worden. Mit ausschlaggebend hierfür ist die deutlich gestiegene Zahl großvolumiger Deals im dreistelligen Millionenbereich, die sich mit 14 mehr als verdoppelt hat. Insgesamt wurden über 80 Deals mit zusammen knapp 64.000 Wohneinheiten in der Analyse berücksichtigt. Der durchschnittliche Preis pro Verkaufsfall liegt bei gut 96 Mio. €, mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum.

 

Investitionsvolumen Wohnportfolios
Investitionsvolumen Wohnportfolios

Projekte und Sonderwohnformen auf dem Vormarsch

Aufgrund der Buwog-Übernahme entfällt der mit Abstand größte Teil des Umsatzes (62 %) auf Bestandsportfolios. Bemerkenswert ist aber vor allem, dass sich der Siegeszug von Projektentwicklungen weiter fortsetzt. Mit einem Transaktionsvolumen von gut 1,37 Mrd. € wurde nicht nur das bereits sehr gute Vorjahresergebnis um 21 % übertroffen, sondern auch ein neuer Rekordwert aufgestellt. Die Investoren setzen weiter auf eine steigende Nachfrage und wachsende Bevölkerung in den Ballungsräumen. Unterstrichen wird diese Aussage auch dadurch, dass rund 735 Mio. € (9 %) in Mikroapartments investiert wurden und auch das Segment Studentenwohnen einen Beitrag von über 5 % (425 Mio. €) leistet. Die Angebotspalette für Anleger wird demzufolge aufgrund gesellschaftlicher Entwicklungen zunehmend breiter.

 

Investments nach Assetklassen Q1 2018
Investments nach Assetklassen Q1 2018

Grossdeals mit höchstem Umsatzanteil

Der Anteil von Großdeals im dreistelligen Millionenbereich ist nicht zuletzt durch die Buwog-Übernahme wieder deutlich gewachsen und liegt bei knapp 73 %. Aber auch eine erheblich gestiegene Zahl weiterer Abschlüsse in diesem Segment haben zu dieser Entwicklung beigetragen. Die Umsatzbeiträge der übrigen Größenklassen haben sich demzufolge relativ betrachtet spürbar verringert. Bezogen auf das absolute Volumen wurde in den Kategorien bis 100 Mio. € dagegen nur etwas weniger umgesetzt als im Vorjahreszeitraum, wofür in erster Linie eine geringere Anzahl an Transaktionen verantwortlich ist.

 

Investments nach Größenklassen
Investments nach Größenklassen

Immobilien AGs klar die Nr. 1

Mit knapp 48 % stellen Immobilien AGs/REITs erneut die mit Abstand aktivste Käufergruppe, worin sich aber in starkem Maße auch die Übernahme der Buwog durch Vonovia widerspiegelt. Auch Spezialfonds, die zweite sehr wichtige Investorengruppe der letzten Jahre, haben ihre starke Stellung behaupten können und tragen gut 13 % zum Gesamtumsatz bei. Vervollständigt wird das Führungstrio von Pensionskassen, die auf gut 11 % kommen. Nach wie vor gilt, dass vor allem auch institutionelle Core-Investoren stark an Wohn-Investments und vor allem modernen Projektentwicklungen an attraktiven Standorten interessiert sind.

 

Investments nach Käufergruppen Q1 2018
Investments nach Käufergruppen Q1 2018

Deutsche Investoren dominieren weiterhin

Wie auch in den Vorjahren wird das Marktgeschehen überwiegend von deutschen Anlegern bestimmt, die mit 80 % erneut am meisten zum Gesamtergebnis beitragen. Fast gleichauf mit jeweils rund 8 % folgen europäische und nordamerikanische Investoren auf Rang zwei. Der bereits seit längerem zu beobachtende Trend, dass auch asiatische Käufer Interesse an größeren Wohnungsbeständen und nicht nur einzelnen oder wenigen Wohnungen haben, setzt sich ebenfalls fort. Ihr Anteil beläuft sich im ersten Quartal 2018 immerhin auf gut 4 %.

 

Investments nach Herkunft des Kapitals Q1 2018
Investments nach Herkunft des Kapitals Q1 2018

Big-Six-Standorte stark nachgefragt

Die großen deutschen Metropolen waren wie auch in den Vorjahren bei Anlegern besonders beliebt. In den Big-Six-Standorten (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln und München) wurden insgesamt gut 3,1 Mrd. € investiert, was einem Anteil von knapp 39 % am bundesweiten Transaktionsvolumen entspricht. Unangefochtener Spitzenreiter ist erneut Berlin. Der hier registrierte Umsatz beläuft sich auf gut 1,9 Mrd. €. Gerade die Hauptstadt hat allerdings auch von einem relativ hohen Anteil am Verkauf des deutschen Teils des Buwog-Portfolios partizipiert. Mit anderen Worten: Fast jeder vierte Euro des Gesamtergebnisses entfällt auf Berlin. Auf Rang zwei folgt Hamburg mit 546 Mio. €, Platz drei belegt Düsseldorf mit 235 Mio. €.

 

Investments Big Six und Anteil am bundesweiten Volumen Q1
Investments Big Six und Anteil am bundesweiten Volumen Q1

Weiterhin hohes Interesse der Investoren

Auch wenn das Transaktionsvolumen in den kommenden Quartalen geringer ausfallen dürfte als zum Jahresauftakt, spricht alles für eine weiterhin lebhafte Nachfrage. Steigende Bevölkerungszahlen in den meisten größeren Städten sowie das sehr stabile konjunkturelle Umfeld bilden die Grundlage für auch weiterhin nachhaltig sichere Wohn-Investments. Hinzu kommt das breitere Angebotsspektrum mit Mikro- und Studentenapartments oder Forward-Deals. Vor diesem Hintergrund spricht vieles dafür, dass im Gesamtjahr ein Investmentvolumen jenseits der 15 Mrd. € realisiert werden kann.

 


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Herausgeber und Copyright: BNP Paribas Real Estate GmbH
Bearbeitung: BNP Paribas Real Estate Consult GmbH
Stand: 31.03.2018

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